#1 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Marie 30.04.2008 15:06

Der Augenarzt sagte, dass wenn ich Blitze sehen sollte, es dann gefährlich werden würde.

Wie kommen Sie zu der Behauptung, dass die mouches volantes eine mystische Erklärung haben?

Ich stehe stark unter Stress, da ich u. A. arbeitslos bin und der Stress is durch die Mouches volantes extrem geworden. Ich kann mich schlecht konzentrieren. Es macht mich sehr nervös und es ist anstrengend, da ich viel lese und schreibe. Ich kann nicht mehr so lange am pc sitzen.

Die Störung hat vor ungefähr 2 Wochen angefangen, nach einer Klopfsitzung.

An Ufos glaube ich nicht. daher bin ich etwas skeptisch, was Ihre Behauptungen anbetrifft. Bin troztdem offen...

meine email: michele.wiegratz@web.de
#2 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 02.05.2008 20:51

Liebe Marie


Zitat von Marie:
Der Augenarzt sagte, dass wenn ich Blitze sehen sollte, es dann gefährlich werden würde.

> Wenn es im Auge blitzt, dann besteht die Gefahr einer Netzhautablösung. Dann ist der Gang zum Augenarzt angesagt. Dieses Blitzen hat aber nichts mit den normalen Mouches volantes (MV) zu tun, die die meisten Menschen sehen. Die Ärzte machen hier eine Verknüpfung, die für diese normalen MV nicht gerechtfertigt ist.


Zitat von Marie:
Wie kommen Sie zu der Behauptung, dass die mouches volantes eine mystische Erklärung haben?

Ich habe dies auf meiner Webseite beschrieben (http://www.mouches-volantes.com/intro/introset.htm); oder noch ausführlicher als mystische Erzählung in meinem Buch „Mouches Volantes“ (http://www.mouches-volantes.com/buch/buchset.htm).


Zitat von Marie:
Ich stehe stark unter Stress, da ich u. A. arbeitslos bin und der Stress is durch die Mouches volantes extrem geworden. Ich kann mich schlecht konzentrieren. Es macht mich sehr nervös und es ist anstrengend, da ich viel lese und schreibe. Ich kann nicht mehr so lange am pc sitzen.

Die Störung hat vor ungefähr 2 Wochen angefangen, nach einer Klopfsitzung.

> In der Psychologie wird häufig beobachtet, dass die MV in bestimmten psychischen Zuständen wie Depression und Stress deutlicher wahrgenommen und dadurch als stark störend oder sogar beängstigend empfunden werden. Es sind Zustände, in denen sich Menschen mehr nach innen wenden, sensibler auf innere und äussere Phänomene wie eben MV reagieren. Es sind auch Zustände, in denen der willentliche Umgang mit Reizen beeinträchtigt ist. D.h. Menschen, die unter Depressionen und Stress leiden, können ablenkende Wahrnehmungen weniger gut ausschalten und haben daher Konzentrationsschwierigkeiten.

Meine Ansicht ist, dass in Ihrem Fall nicht die MV das Problem sind, sondern der Stress. Vor diesem Hintergrund fällt es verständlicherweise schwer, das spirituelle Potential der MV zu begreifen. Ich empfehle Ihnen, Ihre Situation durch Entspannungs-, Atmen- und Bewegungsübungen wie Yoga, Tai Chi, Tanztherapie, Meditation etc. und durch gesunde Ernährung (vegetarisch oder veganisch, viel Gemüse und Obst, keine Fertigprodukte, keine Zusatzstoffe etc.) in den Griff zu kriegen. Auch Gespräche mit Vertrauenspersonen können hier helfen.

Wenn Sie die MV als störend empfinden, rate ich Ihnen, sich Zeit zu nehmen und regelmässig bewusst darauf zu schauen, sie mit Ihren Augen zu „fühlen“, zu bewegen, zu beeinflussen. Ihre MV sind in diesem Fall wie nörgelnde Kinder: Befassen Sie sich mit Ihnen und schenken Sie ihnen die notwendige Aufmerksamkeit, dann werden sie Sie eher in Ruhe lassen, wenn Sie sich auf Ihre Arbeit konzentrieren wollen.

PS: Was sind Klopfsitzungen?


Zitat von Marie:
An Ufos glaube ich nicht. daher bin ich etwas skeptisch, was Ihre Behauptungen anbetrifft. Bin troztdem offen...

> Mit Ufos hat unsere Arbeit und Lehre über die Mouches volantes nichts zu tun, und dass Sie skeptisch sind, finde ich wichtig: Glauben Sie nichts, was Ihnen nicht einleuchtet.
Und ja, Ihre Offenheit freut mich.

Floco
#3 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 10.12.2008 18:35

Und weiter im Text:

Woher stammt die morphologische Regelmässigkeit in den Mouches volantes?

Die Beobachtung der MV enthüllt, dass wir es mit Punkten und Fäden zu tun haben. Die Fäden sind dabei mit aneinander gereihten Punkten gefüllt, die deutlicher oder weniger deutlich sichtbar sind. Die Punkte sind kreisrund und konzentrisch, verfügen über einen Kern und ein Umfeld. Dabei gibt es zwei Arten von Punkten: Solche mit hellem Umkreis und dunklem Kern, und solche mit dunklem Umkreis und hellem Kern.



In der Augenheilkunde aber gelten MV als verklumpte Glaskörperfibrillen. Für mich ist es schwer vorstellbar, dass zufällig verklumpte Glaskörperfibrillen so genaue und repetierbare morphologische Eigenschaften aufweisen, wie man sie in den MV sehen kann.

#4 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 19.03.2009 17:06

Ich möchte hier noch auf die Umfrage der Leserin Anja Blum unter Augenärzten aufmerksam machen, die im Newsletter August 2005 erschienen ist:

http://www.mouches-volantes.com/news/newsaugust2005.htm

Anja wollte von den Ärzten folgendes wissen:

Frage 1) Was genau versteht man unter „Mouches volantes“?

Frage 2) Warum können Augenärzte die Mouches volantes im Auge des Patienten oft nicht nachweisen?

Frage 3) Warum verändern sich Mouches volantes bei Konzentration darauf? Warum werden sie kleiner, schärfer und leuchtend?

Meine Schlussfolgerung damals:

„Mouches volantes“ ist ein Begriff für alle Trübungen im Glaskörper, harmlose und gefährliche. Interessant ist, dass „Mouches volantes“ nicht ein medizinisches Objekt bezeichnet, sondern eine subjektive Wahrnehmung.
In der Frage der objektiven Festellung von Mouches volantes gibt es dagegen keine Einigkeit. Das Spektrum reicht hier von „alle sind feststellbar“ bis zu „meistens sind sie nicht nachzuweisen“. Es scheint, als wären die Erfahrungen verschieden; ideologische Motivationen in den Antworten („Die Wissenschaft kann alles“) sind aber ebenfalls nicht auszuschliessen. Der richtige Umgang des Arztes mit den entsprechenden Geräten scheint dagegen nicht ins Gewicht zu fallen.
Bei der Frage, ob der Patient durch seine Beobachtung der Mouches volantes Veränderungen und Lichterscheinungen feststellen kann, fällt auf, dass mehr als die Hälfte nicht darauf eingegangen ist. Knapp die Hälfte räumt subjektiv sehbare Veränderungen, ein Drittel auch Lichterscheinungen der Mouches volantes ein. Diese werden allerdings unterschiedlich erklärt: nur wenige gehen auf physiologische, optische und physikalische Tatsachen ein; vielmehr spielt der psychische Zustand des Wahrnehmenden eine ausschlaggebende Rolle. Damit wird einerseits die Möglichkeit von leuchtenden Mouches volantes zugegeben, anderseits aber in den grösseren Rahmen von veränderten Bewusstseinszuständen eingeordnet, wo die Mouches volantes keine spezifische Rolle mehr spielen.

#5 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 03.08.2009 12:49

Ich habe oben die Umfrage von Anja Blum gepostet. Da die damals gegebenen Antworten weder repräsentativ noch eindeutig sind, wollte ich es nochmals genau wissen. Ich habe Mitte Juli an mehrere hundert Augenärztinnen und -ärzte folgende Fragen gesendet:

„…

Ich wende mich an Sie, um mir folgende 3 Beobachtungen zum Thema "Grösse und Leuchtkraft der MV" auf der Basis des heutigen augenheilkundlichen/physikalischen Wissens zu erklären:


1) Ich betrachte einen MV-Faden, der gross und transparent ist. Wenn ich nun meine Augen zusammenkneife und denselben Faden durch die Wimpern hindurch sehe, sieht er kleiner und leuchtender aus. Woher kommt das?

2) Ich betrachte die MV auf einem weissen Blatt Papier. Wenn ich das Papier mit ausgestreckten Armen vor mir halte, sehen die MV gross und transparent aus. Wenn ich das Blatt jedoch an mich heranziehe, bis auf meine Nasenspitze (und dabei die MV stets im Blick behalte), dann sehe ich, wie die MV mit zunehmender Nähe kleiner und leuchtender werden.
Woher kommt das?

3) Ich betrachte die MV am Himmel. Zuerst sehe ich sie stets als gross und transparent. Je länger ich sie jedoch beobachte, desto mehr tendieren sie dazu, klein und leuchtend zu werden. Wenn ich die Konzentration beende und für eine Weile sonst wohin blicke, dann wieder auf die MV, dann sehe ich sie wieder gross und transparent. Woher kommt das?

…“


Die Antworten kann man nicht einmal mehr "mager" nennen; gerade mal 3 Ärzte haben darauf geantwortet. Als Grund dafür vermute ich eine Mischung aus Zeitmangel und Misstrauen meinem holistischen Projekt gegenüber, das wissenschaftliche wie spirituelle Befunde zu integrieren versucht.

Die vorliegenden Antworten ergeben naturgemäss kein klares Bild:

Frage 1 wurde in einem Fall mit "weiss nicht" beantwortet und in 2 Fällen physikalisch erklärt (Konstrasterhöhung durch Verkleinerung der Blende; bzw. "Brechung am Spalt").

Frage 2 wurde in einem Fall mit dem Verbrauch der Farbsehstoffe (führt zu härteren Konturen und einem Leuchteffekt) erklärt, in einem weiteren Fall mit "weiss nicht" und im letzten Fall ebenfalls physikalisch (Blick in die Nähe > Verengung der Pupille > mehr Kontrast; zudem würden die Punkte und Fäden kleiner erscheinen durch grössere Brechkraft der Linse).

Frage 3 wurde in einem Fall wieder mit dem Verbrauch der Farbsehstoffe erklärt, in einem anderen Fall wieder mit "weiss nicht" und im dritten Fall durch die Bewegung der MV zur Netzhauf aufgrund des Blicks nach oben.

Ob die gegebenen Antworten zutreffen oder nicht, soll hier nicht erörtert werden. Denn mit drei Antworten ist diese Umfrage alles andere als repräsentativ, zudem zeichnet sich bereits eine erstaunlich grosse Uneinigkeit in den Erklärungsansätzen ab. Die vorläufige Schlussfolgerung meinerseits ist, dass das physikalisch-optische Paradigma durchaus fähig ist, Erklärungsansätze für die Lichterscheinung in den MV zu erzeugen; allerdings scheint es hier keine allgemein gültige zu geben. Warum? Die frappierende Offenheit von einem der Ärzte spricht Bände: „Die Fragen, die ich mit „weiß nicht“ beantwortet habe, müsste ich durch Eigenversuche nachvollziehen, um Ihnen eine Erklärung zu liefern. Dazu fehlt mir allerdings die Motivation, da ich keine Relevanz entdecken kann.“

Siehe: http://www.mouches-volantes.com/news/newsaugust2009.htm, Rubrik: "Aus der Wissenschaft".

#6 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 30.11.2009 13:46

Es gibt einen neuen Hinweis darauf, dass nicht alle Mouches volantes (MV) "Glaskörpertrübungen" sind.



Im Newsletter 4/09 stelle ich in der Rubrik "Aus der Wissenschaft" die Ansicht und Webseite des US-amerikanischen Laserchirurgen Dr. James H. Johnson vor. Er vermutet, dass die "harmlosen", klar umrissenen und v.a. bei jungen Patienten auftretenden MV sich nicht im Glaskörper befinden - denn diese seien für den Arzt nicht sehbar und damit nicht behandelbar - sondern in einem "potentiellen Raum" zwischen Glaskörper und Netzhaut, der sog. "bursa premacularis". Diese Ansicht ist allerdings wenig verbreitet,

Zum Text im Newsletter: http://www.mouches-volantes.com/news/newsdezember2009.htm

Zur Seite von Johnson: http://vitreousfloatersolutions.com/floatersyoung.html

#7 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 19.02.2010 11:08

Und eine weitere, sehr interessante Überlegung, die die gegenwärtige Erklärung der MV hinterfragt:


Mouches volantes tendieren dazu, im Blickfeld nach unten zu sinken. Gemäss der Umkehrung des Netzhautabbildes müssten sie dabei im Glaskörper nach oben steigen. Eine Tatsache, die in der Augenärzteschaft Unbehagen auszulösen scheint.

Wer seine MV aufmerksam beobachtet stellt fest, dass sie nach unten fliessen, sobald man die Augäpfel ruhig hält. Warum ist das so? Klare Sache, sagt der Alltagsverstand, MV sind ja Teilchen im Auge und die werden eben von der Schwerkraft nach unten gezogen.

Was der Alltagsverstand hier allerdings vergisst, ist die optische Tatsache, dass das Bild der äusseren Welt verkehrt auf der Netzhaut abgebildet wird: Blicken wir beispielsweise auf eine Tanne, kreuzen sich die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen in der Linse und projizieren die Spitze der Tanne unten, ihr Stamm aber oben auf die Netzhaut.



Würden die MV im Auge nun tatsächlich nach unten sinken, dann müssten wir sie eigentlich in den Himmel aufsteigen sehen, sobald wir die Augen ruhig halten. Da wir sie subjektiv jedoch nicht aufsteigen, sondern absinken sehen, kann das nur eines bedeuten: MV steigen im Glaskörper auf.

Diese an sich simple Überlegung scheint das augenheilkundliche Erklärungsmodell der MV schwer an die Grenzen zu bringen, und zwar in dem Moment, wo man nach möglichen Erklärungen für den Aufstieg der fliegenden Mücken fragt.

...

Weiterlesen auf:
http://www.mouches-volantes.com/news/news.htm#2

#8 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Tim 22.02.2010 16:03

Das find ich ja mal interessant und daran hab ich auch noch nicht gedacht.

Aber wenn man es ganz kritisch betracht, könnte es ja sein das irgendwelche abgelösten Teilchen im Glaskörper oder wo auch immer schwimmen und nicht untergehen. Erst durch Bewegung des Auges werden diese Teilchen nach unten geschleudert. So könnte man die Aussage auch wiederum umkehren.

Wer weiß wer weiß....
#9 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Christian 10.06.2010 12:47

Ist hier schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass sich die medizinische Erklärung der Floaters und die "Bewusstseins"-Erklärung der Floaters nicht notwendigerweise widersprechen müssen?

Erläuterung: wenn man sich stark auf den Inhalt der visuellen Bilder fokussiert (wie im Alltag normal), fallen Floaters nicht auf. Wenn aber kein visueller Fokus vorhanden ist (Blick in den Himmel oder gegen leere weisse Oberflächen), fallen die Floater auf einmal auf. Ich würde dies klar als einen Effekt der Aufmerksamkeitslenkung beschreiben. Dazu passt, dass ich bei intensiver Konzentration (also z.B. jetzt beim Schreiben dieses Textes) trotz entsprechender Hintergründe die Floaters nicht sehe, wenn ich allerdings ein wenig warte und den Blick bzw. meine Einstellung "unfokussiere", sehe ich sie sofort.

Ich meine, dass dieser Nestor hier schon recht hat - das Erscheinen von Floaters bzw. ihre Intensität/Ausprägung hat etwas mit Bewusstsein zu tun - allerdings kann ich die Behauptungen mit der "Leuchtstruktur" nicht so richtig nachvollziehen. Als "Weg" erscheint mir das Spielen mit der visuellen Wahrnehmung hauptsächlich interessant, um den naiven Glauben an die Unmittelbarkeit der Wahrnehmung zu erschüttern. Ob die gezielte Beschäftigung mit diesen Phänomen einen persönlich weiterbringt, ist vermutlich nur individuell zu beurteilen.

Ist aber auf jeden Fall ein interessante Site hier! Und Danke für die Bilder!

Gruss,

Christian
#10 Re[2]: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 16.06.2010 10:32

Christian>Ist hier schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass sich die medizinische Erklärung der Floaters und die "Bewusstseins"-Erklärung der Floaters nicht notwendigerweise widersprechen müssen?

Hallo Christian und willkommen im Forum!

Danke für diesen Hinweis. Deine Beobachtung trifft natürlich zu: MV lassen sich sehen, wenn man die Aufmerksamkeit auf sie lenkt. Dies ist jedoch nur eine von mehreren inneren und äusseren Voraussetzungen: die Lichtverhältnisse müssen ebenfalls stimmen, zudem gibt es Menschen, die beim besten Willen keine MV sehen können ...

Wenn man sich - so wie du - nur auf den Aufmerksamkeits-Aspekt konzentriert, stimmt es natürlich, dass sich die medizinische Erklärung und die "Bewusstseins"-Erklärung nicht widersprechen. Widersprüche treten auf, sobald man z.B. das Licht betrachtet, v.a. das innere Licht in den MV. Zudem stellt sich die Frage, welche "medizinische Erklärung" gemeint ist, denn im Laufe der Erforschung der MV gab es mehrere davon, und auch heute gibt es mehrere Erklärungsansätze - die "verklumpten Glaskörperfibrillen" ist einfach jene Erklärung, die heute von den meisten Ärzten vertreten wird.

Ich bin davon überzeugt, dass es wie für alle geistigen Prozesse auch für die MV eine physiologische Entsprechung gibt, insofern müssen sich "medizinische Erklärung" und "Bewusstseins-Erklärung" tatsächlich nicht widersprechen. Nur zweifle ich daran, dass es diejenige ist, die die Ärzte heute vertreten.
Vgl. http://www.extremnews.com/berichte/gesundheit/e01c12cc1d3c89f


Christian>Ich meine, dass dieser Nestor hier schon recht hat - das Erscheinen von Floaters bzw. ihre Intensität/Ausprägung hat etwas mit Bewusstsein zu tun - allerdings kann ich die Behauptungen mit der "Leuchtstruktur" nicht so richtig nachvollziehen. Als "Weg" erscheint mir das Spielen mit der visuellen Wahrnehmung hauptsächlich interessant, um den naiven Glauben an die Unmittelbarkeit der Wahrnehmung zu erschüttern. Ob die gezielte Beschäftigung mit diesen Phänomen einen persönlich weiterbringt, ist vermutlich nur individuell zu beurteilen.

Eine zurückhaltende, aber offene Haltung, freut mich! Der Nutzen dieses Weges ist tatsächlich nur individuell zu beurteilen - wie wohl alle Spiritualität und Mystik.


Christian>Ist aber auf jeden Fall ein interessante Site hier! Und Danke für die Bilder!

Danke für deinen Beitrag!

#11 Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 11.05.2007 11:03

Salut zusammen!

Naja, der Titel kann provozieren, insbesondere wenn ein Nicht-Mediziner wie Nestor oder ich die "Wahrheiten" der Augenheilkunde in Frage zu stellen wagt.

Sowohl Nestor wie auch die Wissenschaft haben mich gelehrt, von der eigenen Beobachtung auszugehen und diese mit den existierenden Wahrheiten zu vergleichen.

Und genau dies möchte ich hier mit euch zusammen tun: Habt ihr Beobachtungen über eure MV gemacht (z.B. Fliessverhalten, Beweglichkeit, Leuchtkraft, Grösse u.a.), die der Vorstellung von "Teilchen im Auge" widersprechen könnten?

Könnte es für solche "merkwürdigen" Beobachtungen auch rationale Erklärungen geben?

Floco

http://www.mouches-volantes.com
http://www.bewusstsein.ws
#12 Re: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 18.05.2007 13:20

Salut!

Etwas, das ich nicht von Anfang an sehen konnte, ist, dass die MV bei Konzentration darauf etwas kleiner werden und zu leuchten beginnen.

Meistens braucht es eine Weile, bis sie leuchten, aber dann sehe ich, dass sie sich ganz klar von der Umgebung durch ihre Leuchtkraft abheben.

Woher kommt das? Augenärzte konnten dieses Leuchten in einer Umfrage (siehe: http://www.mouches-volantes.com/news/newsaugust2005.htm ) nicht wirklich erklären.

Hat es mit der Augenbewegung zu tun? Mit den Lichtverhältnissen?

Dieses Leuchten spricht meiner Ansicht nach gegen die augenheilkundliche Erklärung, und (abgesehen von Nestors Erklärung) habe ich bisher keine überzeugende wissenschaftliche Erklärung dafür.

Floco

http://www.mouches-volantes.com
http://www.bewusstsein.ws
#13 Re[2]: Die medizinische Erklärung der Mouches volantes: richtig oder falsch? von Floco 08.06.2007 11:11

Salut

Ein weiterer Punkt, der mir nicht "einleuchtet":

Der Glaskörper wird als eine gallertartige Masse beschrieben. Er besteht zwar aus 98% aus Wasser, doch dieses Wasser wird gebunden durch Polysaccharide, die zusammen mit speziellen Proteinen das kollagenhaltige Glaskörpergerüst bilden. Der Glaskörper ist somit von zäh-elastischer Konsistenz, die an einen Gummiball oder Flummi erinnert.
(siehe: http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/tip/09_05.htm; und: http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/knapp-ulrich-sigrid-ursula-2004-09-13/HTML/chapter3.html)

Nun können wir aber sehen, dass MV durch entsprechende Augenbewegungen sehr schnell und leicht durch unser Gesichtsfeld huschen. Wie ist das möglich, wenn wir uns MV als leichte, massearme Teilchen oder Verklumpungen in diesem festen, zähen Glaskörpergerüst vorstellen?

Gibt es hier eine Antwort darauf?

Floco

http://www.mouches-volantes.com
http://www.bewusstsein.ws
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