#1 Ein neuer Nicht-Seher erzählt von seinem Sehen :) von Tim 06.02.2010 15:23

Hallo Falco und natürlich auch an alle Anderen die hier lesen.
Ich denke es ist nun so langsam mal an der Zeit, dass ich mich hier auch mal zu Wort melde. Aber ich dachte mir, wenn ich schreibe, dann auch richtig, wenn ich Zeit habe mir darüber Gedanken zu machen.

Also ich fange dann einfach mal mit mir selber an. Ich wurde am 5.11.92 geboren und lebe in Deutschland in der Nähe von Koblenz. Ich besuche zur Zeit die 11. Klasse eines Gymnasiums, lebe eigentlich relativ gesund und bin höchstens ein zwei mal im Jahr Krank. Ich mache regelmäßig Sport und bin deswegen auch eigentlich ganz fit. Mehr brauch ich nicht zu sagen oder?

Wenn ich ehrlich bin weiß ich gar nicht so genau wo ich anfangen soll. Am besten fange ich damit an wie ich überhaupt hier hin gekommen bin. Also ich hab im Internet einfach mal über mein "Augenproblem" recherchiert. Zuerst fand ich das Thema der sogenannten "Orbs".(Irgendwelche Kreise, die sich auf Fotos wiederfinden) Leider konnte ich mich damit nicht wirklich identifizieren und mir wurde schnell bewusst das es sich hierbei nicht um das Selbe handelt wie bei mir. Ich las dazu das Buch „Das Orb-Projekt“, aber nach der Hälfte hab ich damit schon wieder aufgehört. Der Effekt der Orbs lässt sich sehr leicht nachstellen und alle Indizien auf etwas Besonderes lassen sich mit ein bisschen logischem Denken als einfachen Lichteffekt erkennen. Wer in der Lage ist Mouches Volantes, Lichtblitze und Nachbilder zu sehen wird schnell erkennen das es sich hier um etwas ganz anderes handelt. Also suchte ich weiter und fand dann plötzlich Bilder über Fäden und Kugeln. Im Gegensatz zu den "Orbs" wurde mir hier sofort klar:"Das ist es wonach du suchst". Leider wurde ich danach sehr enttäuscht, als ich feststellen musste, das diese als unheilbare Augenkrankheit dahingestellt werden. In vielen Foren wurde darüber diskutiert was man am besten tun kann und Alle haben sich nur ausgeheult wie schlimm die Mouches Volantes denn sein.
Damit konnte ich mich absolut nicht abfinden, denn ich hab die Mouches Volantes immer als etwas Besonderes angesehen. Allein schon aus der Tatsache, das ich keinen kenne, der diese Erscheinung ebenfalls hat. Und so stieß ich auf dein Buch. Das hab ich mir dann sofort bestellt und angefangen zu lesen. Das hat leider fast ein halbes Jahr gedauert. Jetzt wo ich das Abitur mache, bleibt mir wenig Zeit und die Zeit die noch habe, verschwindet leider für viele andere Dinge.
Ich bin jetzt seit ca. 2 Wochen mit dem Buch fertig, aber ziemlich unschlüssig, was ich damit anfangen- und wie ich mit den darin angesprochenen Themen umgehen soll. Zum Beispiel stellt sich mir eine Frage zu dem bewussteren Leben. Wie kann ich so was hier bei mir umsetzten? Einfach Vegetarier werden und nur noch natürliche Kost zu mir nehmen? Nicht so viel industrielles Zeugs essen? Ich lebe nun mal in genau so einer Gesellschaft in der es das kaum noch gibt. Deswegen wende ich mich jetzt hier an euch. Ich habe nicht alles gelesen was hier im Forum geschrieben wurde, also hoffe ich einfach mal, das ich nicht zu viele Fragen doppelt stelle oder euch hier unnötig mit langweiligen Beobachtungen nerve.

Ich fange dann jetzt einfach mal mit den Nachbildern an. Diese hab ich schon immer gesehen, sie festzuhalten und zu beobachten fällt mir nicht schwer. Ich kann sie eigentlich immer und überall sehen, mal mehr mal weniger stark und von jedem Gegenstand aus "erstellen", wobei sie meistens aber von selber auftreten. Interpretieren kann ich diese Nachbilder nicht, ob sie nun irgendeine tolle Aura sind oder einfach nur ein normaler Lichteffekt. Fakt ist ja, das die Nachbilder so gut wie jeder Mensch sehen kann.

Okay das nächste. Diese "Lichtblitze". Ich weiß nicht so recht wie ich sie nennen soll...
Sofern ich das in deinem Buch richtig verstanden hab, treten sie nicht immer auf. Das ist bei mir irgendwie anders. Ich sehe sie schon mein ganzes Leben (übrigens auch meine Mutter), aber dauerhaft! Es gibt keinen Tag an dem ich sie nicht am Himmel oder auf Hellen Hintergründen sehen kann. Sie sind bei mir ein andauernder Begleiter und ich würde sogar fast behaupten das sie vom Sehen der Mouches Volantes ein wenig ablenken. Andererseits kann man die Mouches Volantes besser erkennen wenn man sich vorher die Lichtblitze genauer angesehen hat. Sie sind im Gegensatz zu den Mouches Volantes sehr schnell und nicht beständig. Sie sind nur ein Aufleuchten von kurzer Dauer und schwer genauer zu beobachten. Konzentriere ich mich stärker auf sie, so wird mein "Hintergrund", damit meine ich alles Feste und Materielle, verschwommen. Diese Blitze werden aber dafür umso deutlicher und kräftiger. Man könnte sie als kleine sehr helle Kugeln mit Schweif bezeichnen. Konzentriere ich mich stärker auf sie, so kann ich auch sehen, das sie einen weiteren Weg zurücklegen. Im normalen Zustand erkenne ich maximal einen kleinen Halbkreis den sie fliegen. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf, das sie sich in geschlängelten Linien fortbewegen. Aber auch dann kann ich höchstens drei bis vier Kurven erkennen, bevor sie wieder verschwinden. Soviel mal dazu. Meinst du es lohnt sich diese Dinger weiter anzusehen oder spielt es nur eine nebensächliche Rolle auf dem Weg der Leuchtstruktur? Stehen diese eigentlich in irgendeinem Bezug zu den Mouches Volantes? Oder sind die nun wirklich eine „Krankheit“? So weit ich mich erinnere hat Nestor sie als freie Energie der Mouches Volantes bezeichnet?

Apropos Mouches Volantes, dazu sollte ich wohl auch mal kommen, darum geht es hier ja eigentlich. Also diese Mouches Volantes sehe ich, genau so wie die Nachbilder und Lichtblitze, schon mein ganzes Leben. Ich kann mich zu mindestens nicht an ein plötzliches Ereignis erinnern, was das sehen dieser Dinge ausgelöst hat. Wenn dann muss das schon sehr früh in meiner Kindheit gewesen sein. Denn meine Mutter meint, ich hätte ihr schon ganz früh von Kreisen und Fäden erzählt, mit denen sie natürlich nicht viel anfangen konnte. Ich muss ehrlich gestehen das ich sie nie wirklich über längeren Zeitraum intensiv beobachtet hab. Das fing erst mit dem lesen deines Buches an, aber leider fehlt mir, wie bereits erwähnt immer mehr die Zeit dafür. Es ist ein netter Zeitvertreib im Bus oder während langweiligen Unterrichtsstunden, denn aus dem Fenster unseres Klassenzimmers kann man sie super sehen. Dennoch habe ich Angst sie zu verlieren. Sie waren schließlich schon immer ein Teil von mir. Deswegen möchte ich mich auch weiterhin mit ihnen auseinander setzten. Also ich komm dann einfach mal zu den Beobachtungen, die ich bis jetzt gefunden hab.
Ich sehen die Mouches Volantes auf beiden Augen, soviel ist schon mal klar. Natürlich habe ich mich auf die Suche nach bekannten Mouches Volantes gemacht und versucht mir meine immer besser einzuprägen. Mir ist aufgefallen das es immer die selben Mouches Volantes sind. Aber sie erscheinen nicht regelmäßig. Was ich damit meine ist, das ich zwar bekannte Strukturen hab, aber immer verschiedene sehe. Ich erkenne manche wieder, aber die meisten erscheinen mir doch eher als "neue Mouches Volantes". Das ist schon komisch wenn man bedenkt das ich die Dinger nun schon so viele Jahre sehe. Da müsste ich sie doch eigentlich alle kennen? Andererseits ist es natürlich auch schwer für das Gehirn, sich so viele verschiedene Strukturen einzuprägen, vor allem da sie sich ja manchmal minimal verformen oder gar nicht erst klar ersichtlich sind.

Wenn vorne auf deinem Buch das die "Brücke" darstellen soll, dann muss ich sagen, ich hab sie noch nicht gefunden. Öfters hatte ich den Eindruck etwas ähnlich gefunden zu haben, aber diese Form hat sich dann relativ schnell wieder aus dem Staub gemacht und war dann erst mal für längere Zeit nicht mehr zu sehen. Es gibt nur zwei Strukturen die ich mir wirklich einprägen konnte. Zum einen ist es ein Knäuel aus vielen Strängen und Kugeln. Bei sehr heller Beleuchtung lässt sich das gut erkennen. Bei weniger guter erkennt man nur ein graues Riesenknäuel. Zum anderen sehe ich ich ein Mouches Volantes das mir ausschließlich sehr klar erscheint. Ich glaube auch das ich dieses öfter sehe als die Anderen, könnte aber auch daran liegen das ich mir dieses besonders gut eingeprägt habe weil es eben so scharf ist. Er verläuft von Oben nach unten und knickt unten dann nach links ab. Beide Enden verschwinden ins Nichts. Am oberen Ende erkenne ich aber des öfteren noch einen weiteren Teil dieser Struktur. Okay, meine Zeichenkünste sind bescheiden, das möchte ich dir nicht antun, aber meine Beschreibung ist ja schon mal besser als gar nichts

Gut, kommen wir zu weiteren Beobachtungen. Die Mouches Volantes festzuhalten fällt mir unheimlich schwer. Nun, man muss auch dazu sagen, ich bin sehr ungeduldig. Manchmal klappt es besser, manchmal nicht. Selbst wenn ich sie länger festhalten kann, verschwinden sie dann doch recht schnell wieder. Meistens ist das größere Problem eher die Unschärfe, die mich oft zur Weißglut bringt. Denn was nützt es mir, wenn ich die Mouches Volantes festhalten kann, aber sie unscharf sind?! Außerdem kann ich nie alle klar erkennen. Meine Sicht beschränkt sich immer nur auf bestimmte Ausschnitte. So gehen die Fäden immer ins nichts über...

So, soviel mal zu den grundlegenden Dingen die sich so erkennen ließen.
Ich hab dann irgendwann mal festgestellt, das wenn man durch seine Wimpern durch sieht, die Mouches Volantes viel schärfer erscheinen. Sie bekommen klarere Strukturen und sind nicht mehr so "verwaschen". Sie sehen in der normalen Sicht aus, wie mit einem Bleistift gezeichnet, aber unter diesem speziellen sehen scheinen sie wirklich zu leuchten. Außerdem lassen sich auch viel mehr Mouches Volantes erkennen. Mein ganzes Sichtfeld ist dann fast nur noch mit Punkten und Fäden überlagert. Das ist schon irgendwie eigenartig, weil was haben die Wimpern mit den Mouches Volantes zu tun? Müssten sie nicht eigentlich weniger gut erkennbar sein, da man doch weniger Licht in die Augen lässt?!

Ein weiteres Phänomen, was mir direkt danach aufgefallen ist, ist folgendes. Und zwar hab ich dein Buch immer abends gelesen, wenn die Sonne schon längst untergegangen war. Bei schwacher bis gar keiner Beleuchtung kann man die Mouches Volantes nun mal fast nicht sehen. Neugierig wie ich aber war, hab ich in eine Lampe geguckt und meine Augen wie eben beschrieben zusammengekniffen, um durch die Wimpern zu sehen. Dabei ist mir zufällig was aufgefallen. Wenn man seine Augen so stark zusammen kneift, das sich das Licht als "breiter Strahl" zeigt, kann man die Mouches Volantes so zu sagen auf einem extrem hellen Hintergrund sehen. Das klappt beim sehen in die Sonne noch viel besser! Das Interessante dabei sind aber nicht die normalen Mouches Volantes, sondern, dass man zusätzlich so übergroße Versionen von den Mouches Volantes erkennen kann. Sie scheinen einem direkt auf dem Augen zu liegen und sind so nah, das man sie genau erkennen kann. Es kommt einem vor, als wenn man durch ein Mikroskop irgendwelche Zellen beobachten würde, nur das es dieses mal die Mouches Volantes sind. Das sind dann so breite Röhren die sich quer übers Sichtfeld ziehen und auch diese Kugeln enthalten. Aber ich meine auch welche horizontal verlaufen gesehen zu haben. Diese Mouches Volantes bewegen sich aber nicht! Das ist der große Unterschied! Erst bei Neuausrichtung des Auges sind sie verändert. Das Problem ist einfach bei dieser Variante des Sehens, das man keinen konstant bleiben Lichtstrahl länger als ein paar Sekunden aufrecht erhalten kann. Das Auge zuckt einfach manchmal, wenn auch nur minimal, und er "Lichtbalken" ist weg. Das ist eigentlich das einzige Neue was ich an den Mouches Volantes im Bezug auf dein Buch beobachten konnte. Ansonsten kann ich dir in allen Punkten vollkommen zustimmen.

Was du mit dem aufleuchten der Mouches Volantes meinst, ist mir im Buch nicht ganz klar geworden... Der einzige Vergleich für mich wäre die Sicht durch die Wimpern. Oder vielleicht das sich mehr Teile der Struktur zeigen, wenn man sie verfolgt. Denn erst zeigt sich ja manchmal nur ein Ausschnitt des Fadens, aber wenn er ausnahmsweise mal was länger bleibt kann man ihn mit den Augen weiter verfolgen und es wird mehr des Fadens sichtbar. Meinst du vielleicht das?

Okay, das war es dann erst mal von mir. Irgendwie hab ich zwar das Gefühl das, ich noch ne ganze menge vergessen hab, aber ich glaub das hier ist für den Anfang erst mal genug. Ich kann ja dann später noch weiter fragen


Viele liebe Grüße

Tim
#2 Re: Ein neuer Nicht-Seher erzählt von seinem Sehen :) von Floco 19.02.2010 13:10

Hallo, Tim, und herzlich willkommen im Forum!

Ich schreibe einige Gedanken unter deinen ausführlichen und sehr interessanten Beitrag!

Tim>Wenn ich ehrlich bin weiß ich gar nicht so genau wo ich anfangen soll. Am besten fange ich damit an wie ich überhaupt hier hin gekommen bin. Also ich hab im Internet einfach mal über mein "Augenproblem" recherchiert. Zuerst fand ich das Thema der sogenannten "Orbs".(Irgendwelche Kreise, die sich auf Fotos wiederfinden) Leider konnte ich mich damit nicht wirklich identifizieren und mir wurde schnell bewusst das es sich hierbei nicht um das Selbe handelt wie bei mir. Ich las dazu das Buch „Das Orb-Projekt“, aber nach der Hälfte hab ich damit schon wieder aufgehört. Der Effekt der Orbs lässt sich sehr leicht nachstellen und alle Indizien auf etwas Besonderes lassen sich mit ein bisschen logischem Denken als einfachen Lichteffekt erkennen. Wer in der Lage ist Mouches Volantes, Lichtblitze und Nachbilder zu sehen wird schnell erkennen das es sich hier um etwas ganz anderes handelt. Also suchte ich weiter und fand dann plötzlich Bilder über Fäden und Kugeln. Im Gegensatz zu den "Orbs" wurde mir hier sofort klar:"Das ist es wonach du suchst". Leider wurde ich danach sehr enttäuscht, als ich feststellen musste, das diese als unheilbare Augenkrankheit dahingestellt werden. In vielen Foren wurde darüber diskutiert was man am besten tun kann und Alle haben sich nur ausgeheult wie schlimm die Mouches Volantes denn sein.

So wie dir ergeht es wohl vielen, die ihre MV tiefer untersuchen wollen. Schön, hast du trotzdem hierher gefunden


Tim>Damit konnte ich mich absolut nicht abfinden, denn ich hab die Mouches Volantes immer als etwas Besonderes angesehen. Allein schon aus der Tatsache, das ich keinen kenne, der diese Erscheinung ebenfalls hat. Und so stieß ich auf dein Buch. Das hab ich mir dann sofort bestellt und angefangen zu lesen. Das hat leider fast ein halbes Jahr gedauert. Jetzt wo ich das Abitur mache, bleibt mir wenig Zeit und die Zeit die noch habe, verschwindet leider für viele andere Dinge.

Das Buch wird seine Wirkung entfalten, wenn du dafür bereit bist. Wenn bei dir Dinge anstehen, die dringender sind, ist es nur logisch, dass du dich zuerst darum kümmerst. Hoffe, dein Abitur ist dir geglückt!


Tim>Ich bin jetzt seit ca. 2 Wochen mit dem Buch fertig, aber ziemlich unschlüssig, was ich damit anfangen- und wie ich mit den darin angesprochenen Themen umgehen soll. Zum Beispiel stellt sich mir eine Frage zu dem bewussteren Leben. Wie kann ich so was hier bei mir umsetzten? Einfach Vegetarier werden und nur noch natürliche Kost zu mir nehmen? Nicht so viel industrielles Zeugs essen? Ich lebe nun mal in genau so einer Gesellschaft in der es das kaum noch gibt. Deswegen wende ich mich jetzt hier an euch. Ich habe nicht alles gelesen was hier im Forum geschrieben wurde, also hoffe ich einfach mal, das ich nicht zu viele Fragen doppelt stelle oder euch hier unnötig mit langweiligen Beobachtungen nerve.

Die Frage nach dem bewussteren Leben ist bestimmt die Schlüsselfrage. Vielleicht solltest du dich zunächst fragen, was du von einem "bewussteren Leben" und von deinem Leben überhaupt erwartest. Du bist jung, vieles ist offen bei dir - bestimmt fallen dir mehrere Dinge ein.

"Bewussteres Leben" kann vieles bedeuten, und dafür üben kannst du auf verschiedenen Ebenen. Vielleicht wirst du ein Hochschulstudium machen, auch dies ist eine Möglichkeit für ein bewussteres Leben, und zwar auf intellektueller Ebene. Die Ernährung ist ein weiteres Beispiel: Nach meiner Meinung sollte die Nahrung möglichst nach ethischen, ökologischen und bewusstseinsspezifischen Kriterien ausgewählt werden. Das ist nicht immer einfach, manchmal fehlen Informationen, manchmal auch die Motivation. Mach dir auch keinen Wahn draus: Es ist schon klar, dass es in unseren Läden nichts zu kaufen gibt, das zu 100% natürlich, biologisch, ethisch, ökologisch wäre. Ich halte es für mich so: je vegetarischer, natürlicher und unverarbeiteter, desto besser.

Tim>Ich fange dann jetzt einfach mal mit den Nachbildern an. Diese hab ich schon immer gesehen, sie festzuhalten und zu beobachten fällt mir nicht schwer. Ich kann sie eigentlich immer und überall sehen, mal mehr mal weniger stark und von jedem Gegenstand aus "erstellen", wobei sie meistens aber von selber auftreten. Interpretieren kann ich diese Nachbilder nicht, ob sie nun irgendeine tolle Aura sind oder einfach nur ein normaler Lichteffekt. Fakt ist ja, das die Nachbilder so gut wie jeder Mensch sehen kann.

Freut mich, dass du damit übst. Interpretationen gibts dazu natürlich verschiedene, aber wichtig ist die Beobachtung: Versuche, sie auf eine meditative Weise zu beobachten, d.h. beobachte, wie sie sich verändern, wie deine Augen sich dabei bewegen, ob, und wie dein Gemüt sich dabei verändert etc.


Tim>Okay das nächste. Diese "Lichtblitze". Ich weiß nicht so recht wie ich sie nennen soll...
Tim>Sofern ich das in deinem Buch richtig verstanden hab, treten sie nicht immer auf. Das ist bei mir irgendwie anders. Ich sehe sie schon mein ganzes Leben (übrigens auch meine Mutter), aber dauerhaft! Es gibt keinen Tag an dem ich sie nicht am Himmel oder auf Hellen Hintergründen sehen kann. Sie sind bei mir ein andauernder Begleiter und ich würde sogar fast behaupten das sie vom Sehen der Mouches Volantes ein wenig ablenken. Andererseits kann man die Mouches Volantes besser erkennen wenn man sich vorher die Lichtblitze genauer angesehen hat. Sie sind im Gegensatz zu den Mouches Volantes sehr schnell und nicht beständig. Sie sind nur ein Aufleuchten von kurzer Dauer und schwer genauer zu beobachten. Konzentriere ich mich stärker auf sie, so wird mein "Hintergrund", damit meine ich alles Feste und Materielle, verschwommen. Diese Blitze werden aber dafür umso deutlicher und kräftiger. Man könnte sie als kleine sehr helle Kugeln mit Schweif bezeichnen. Konzentriere ich mich stärker auf sie, so kann ich auch sehen, das sie einen weiteren Weg zurücklegen. Im normalen Zustand erkenne ich maximal einen kleinen Halbkreis den sie fliegen. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf, das sie sich in geschlängelten Linien fortbewegen. Aber auch dann kann ich höchstens drei bis vier Kurven erkennen, bevor sie wieder verschwinden. Soviel mal dazu. Meinst du es lohnt sich diese Dinger weiter anzusehen oder spielt es nur eine nebensächliche Rolle auf dem Weg der Leuchtstruktur? Stehen diese eigentlich in irgendeinem Bezug zu den Mouches Volantes? Oder sind die nun wirklich eine „Krankheit“? So weit ich mich erinnere hat Nestor sie als freie Energie der Mouches Volantes bezeichnet?

Es sind gute Beobachtungen, die du da beschreibst. Du solltest allerdings lieber nicht von "Lichtblitzen" sprechen, denn damit versetzt du jeden Augenarzt sofot in Alarmbereitschaft: Lichtblitze ist ein kurzes Aufblitzen im Gesichtsfeld und wird in der Augenheilkunde mit einer Netzhautablösung in Zusammenhang gebracht.

Was du meinst, sind die sich in gewundenen Bahnen bewegenden Kügelchen, "Sternchen" oder "Kreiselwellen" genannt, die Medizin spricht von "blue field entoptic phenomenon" - "blue field" deshalb, weil besonders gut beim Blick gegen eine blaue Fläche zu sehen sind.

Nestor hat mich zwar nie zur Beobachtung dieser Sternchen angehalten, hat sie aber in sein Weltbild integriert und mit den MV in Beziehung gesetzt.

Sternchen sind, wie andere entoptische Phänomene, ein Phänomen der inneren Leinwand, d.h. innerer (geistiger?) Abläufe. Du löst dabei den Blick von der materiellen Welt und richtest dich nach innen. Von daher ist die Aufmerksamkeit auf Sternchen sicher zu empfehlen. Die Seher üben allerdings kaum damit, da sie schwieriger "festzuhalten" sind als die MV.

Informationen dazu (Nestors Interpretation, Verhältnis zu den MV, Wilhelm Reichs Orgontheorie etc.) findest du im Buch auf S. 289, und in meinem Artikel "Zwischen Innenwelt und Aussenwelt":
http://www.readers-edition.de/2007/12/12/zwischen-innen-und-aussenwelt-eine-serie-ueber-entoptische-phaenomene-teil-23/


Tim>Apropos Mouches Volantes, dazu sollte ich wohl auch mal kommen, darum geht es hier ja eigentlich. Also diese Mouches Volantes sehe ich, genau so wie die Nachbilder und Lichtblitze, schon mein ganzes Leben. Ich kann mich zu mindestens nicht an ein plötzliches Ereignis erinnern, was das sehen dieser Dinge ausgelöst hat. Wenn dann muss das schon sehr früh in meiner Kindheit gewesen sein. Denn meine Mutter meint, ich hätte ihr schon ganz früh von Kreisen und Fäden erzählt, mit denen sie natürlich nicht viel anfangen konnte. Ich muss ehrlich gestehen das ich sie nie wirklich über längeren Zeitraum intensiv beobachtet hab. Das fing erst mit dem lesen deines Buches an, aber leider fehlt mir, wie bereits erwähnt immer mehr die Zeit dafür. Es ist ein netter Zeitvertreib im Bus oder während langweiligen Unterrichtsstunden, denn aus dem Fenster unseres Klassenzimmers kann man sie super sehen. Dennoch habe ich Angst sie zu verlieren. Sie waren schließlich schon immer ein Teil von mir. Deswegen möchte ich mich auch weiterhin mit ihnen auseinander setzten. Also ich komm dann einfach mal zu den Beobachtungen, die ich bis jetzt gefunden hab.

Vielen geht es so: Sie sehen die MV seit ihrer Kindheit hin und wieder, denken sich aber nichts dabei. Ich selbst bin erst durch Nestor wirklich darauf aufmerksam geworden.

Tim>Ich sehen die Mouches Volantes auf beiden Augen, soviel ist schon mal klar. Natürlich habe ich mich auf die Suche nach bekannten Mouches Volantes gemacht und versucht mir meine immer besser einzuprägen. Mir ist aufgefallen das es immer die selben Mouches Volantes sind. Aber sie erscheinen nicht regelmäßig. Was ich damit meine ist, das ich zwar bekannte Strukturen hab, aber immer verschiedene sehe. Ich erkenne manche wieder, aber die meisten erscheinen mir doch eher als "neue Mouches Volantes". Das ist schon komisch wenn man bedenkt das ich die Dinger nun schon so viele Jahre sehe. Da müsste ich sie doch eigentlich alle kennen? Andererseits ist es natürlich auch schwer für das Gehirn, sich so viele verschiedene Strukturen einzuprägen, vor allem da sie sich ja manchmal minimal verformen oder gar nicht erst klar ersichtlich sind.

Ich denke, das ist eine Frage der Zeit. Immerhin ist dir ja schon aufgefallen, dass es stets dieselben MV sind. Mit der Zeit (mit feinerer Beobachtung und Aufmerksamkeit) lernst du sie noch besser kennen und erinnerst dich an alle. Andererseits, wenn dein Sehen nach und nach mehr von dieser Leuchtstruktur enthüllt, kann es schon sein, dass du regelmässig neue Strukturen entdeckst - das ist nur natürlich.

Tim>Wenn vorne auf deinem Buch das die "Brücke" darstellen soll, dann muss ich sagen, ich hab sie noch nicht gefunden. Öfters hatte ich den Eindruck etwas ähnlich gefunden zu haben, aber diese Form hat sich dann relativ schnell wieder aus dem Staub gemacht und war dann erst mal für längere Zeit nicht mehr zu sehen. Es gibt nur zwei Strukturen die ich mir wirklich einprägen konnte. Zum einen ist es ein Knäuel aus vielen Strängen und Kugeln. Bei sehr heller Beleuchtung lässt sich das gut erkennen. Bei weniger guter erkennt man nur ein graues Riesenknäuel. Zum anderen sehe ich ich ein Mouches Volantes das mir ausschließlich sehr klar erscheint. Ich glaube auch das ich dieses öfter sehe als die Anderen, könnte aber auch daran liegen das ich mir dieses besonders gut eingeprägt habe weil es eben so scharf ist. Er verläuft von Oben nach unten und knickt unten dann nach links ab. Beide Enden verschwinden ins Nichts. Am oberen Ende erkenne ich aber des öfteren noch einen weiteren Teil dieser Struktur. Okay, meine Zeichenkünste sind bescheiden, das möchte ich dir nicht antun, aber meine Beschreibung ist ja schon mal besser als gar nichts

Es stimmt, Nestor hat die Brücke ziemlich detailliert beschrieben. Und ich sehe einen Faden, der dieser Beschreibung einigermassen entspricht. Wenn die Seher Recht haben, dann gibt es tatsächlich "Meilensteine" in dieser Struktur, die bei allen Leuten ungefähr gleich aussehen sollten - ungefähr gleich, aber eben auch nicht identisch, denn jeder beleuchtet diese Struktur auf seine individuelle Weise. Von daher ist vielleicht der beste Rat, den ich dir geben kann, dieser: Meditiere über die Punkte und Fäden, die sich dir sehr schnell und leicht zeigen, und die du gut kennst; gehe aber auch immer wieder auf "Erkundungstour", sei offen für neue Strukturen, versuche, dich auch mit ihnen vertraut zu machen.

Tim>Gut, kommen wir zu weiteren Beobachtungen. Die Mouches Volantes festzuhalten fällt mir unheimlich schwer. Nun, man muss auch dazu sagen, ich bin sehr ungeduldig. Manchmal klappt es besser, manchmal nicht. Selbst wenn ich sie länger festhalten kann, verschwinden sie dann doch recht schnell wieder. Meistens ist das größere Problem eher die Unschärfe, die mich oft zur Weißglut bringt. Denn was nützt es mir, wenn ich die Mouches Volantes festhalten kann, aber sie unscharf sind?! Außerdem kann ich nie alle klar erkennen. Meine Sicht beschränkt sich immer nur auf bestimmte Ausschnitte. So gehen die Fäden immer ins nichts über...

Kenne ich gut. Es scheint zwei Dinge zu geben, die man beim "Festhalten" beachten muss: Einerseits spielt der Bewusstseinszustand eine Rolle: je aufmerksamer und entspannter ich sein kann, desto weniger fliessen die MV. Andererseits ist es eine Frage der "Schicht", auf welche ich mich konzentriere: MV in vorderen und näheren Schichten fliessen tendenziell mehr als solche in hinteren Schichten. Der "Weg in der Leuchtstruktur" führt in die hinteren Schichten, wo Nestor und die Seher ein Zentrum erkannt haben ...

Dein Eifer beim Sehen ist löblich, aber natürlich bringt es auch nichts, das Sehen erzwingen zu wollen. Manchmal klappt es besser, manchmal weniger gut. Beobachte einfach, was du siehst, wie es aussieht und sich verändert, und wie du dich dabei fühlst.


Tim>So, soviel mal zu den grundlegenden Dingen die sich so erkennen ließen.
Tim>Ich hab dann irgendwann mal festgestellt, das wenn man durch seine Wimpern durch sieht, die Mouches Volantes viel schärfer erscheinen. Sie bekommen klarere Strukturen und sind nicht mehr so "verwaschen". Sie sehen in der normalen Sicht aus, wie mit einem Bleistift gezeichnet, aber unter diesem speziellen sehen scheinen sie wirklich zu leuchten. Außerdem lassen sich auch viel mehr Mouches Volantes erkennen. Mein ganzes Sichtfeld ist dann fast nur noch mit Punkten und Fäden überlagert. Das ist schon irgendwie eigenartig, weil was haben die Wimpern mit den Mouches Volantes zu tun? Müssten sie nicht eigentlich weniger gut erkennbar sein, da man doch weniger Licht in die Augen lässt?!

Eine gute Beobachtung. Wir sprechen hier vom "Meer aus Punkten". Denn die Erscheinung von MV hängt sowohl von äusseren (Licht)verhältnissen, als auch von inneren Zuständen ab. Indem du die Lichtstreuung im Auge minimierst (z.B. beim Blick durch die Wimpern oder durch ein Nadelloch in einem Blatt Papier), siehst du die MV schärfer und leuchtender; zudem beleuchtest du auch weitere davon, eben das "Meer aus Punkten". Es ist interessant, dies hin und wieder zu beoabachten, aber zum Üben/Meditation ist es eher umständlich.


Tim>Ein weiteres Phänomen, was mir direkt danach aufgefallen ist, ist folgendes. Und zwar hab ich dein Buch immer abends gelesen, wenn die Sonne schon längst untergegangen war. Bei schwacher bis gar keiner Beleuchtung kann man die Mouches Volantes nun mal fast nicht sehen. Neugierig wie ich aber war, hab ich in eine Lampe geguckt und meine Augen wie eben beschrieben zusammengekniffen, um durch die Wimpern zu sehen. Dabei ist mir zufällig was aufgefallen. Wenn man seine Augen so stark zusammen kneift, das sich das Licht als "breiter Strahl" zeigt, kann man die Mouches Volantes so zu sagen auf einem extrem hellen Hintergrund sehen. Das klappt beim sehen in die Sonne noch viel besser! Das Interessante dabei sind aber nicht die normalen Mouches Volantes, sondern, dass man zusätzlich so übergroße Versionen von den Mouches Volantes erkennen kann. Sie scheinen einem direkt auf dem Augen zu liegen und sind so nah, das man sie genau erkennen kann. Es kommt einem vor, als wenn man durch ein Mikroskop irgendwelche Zellen beobachten würde, nur das es dieses mal die Mouches Volantes sind. Das sind dann so breite Röhren die sich quer übers Sichtfeld ziehen und auch diese Kugeln enthalten. Aber ich meine auch welche horizontal verlaufen gesehen zu haben. Diese Mouches Volantes bewegen sich aber nicht! Das ist der große Unterschied! Erst bei Neuausrichtung des Auges sind sie verändert. Das Problem ist einfach bei dieser Variante des Sehens, das man keinen konstant bleiben Lichtstrahl länger als ein paar Sekunden aufrecht erhalten kann. Das Auge zuckt einfach manchmal, wenn auch nur minimal, und er "Lichtbalken" ist weg. Das ist eigentlich das einzige Neue was ich an den Mouches Volantes im Bezug auf dein Buch beobachten konnte. Ansonsten kann ich dir in allen Punkten vollkommen zustimmen.

Auch hier: Super, deine Beobachtung! Ich kenne diese Riesenkugeln, man kann sie z.B. auch im Glanz eines Stück Metalls oder einer Kugelschreiberspitze sehen, die man sich sehr nahe ans Auge hält. Die Seher messen diesen Dingern jedoch kaum Bedeutung zu, weil sie sich nur unter sehr "künstlichen" Umständen zeigen und sich zum Üben nicht eignen. Es ist auch möglich, dass es sich hier gar nicht um MV handelt, weil, wie du bemerkt hast, ihre Bewegung 1:1 an die Augenbewegung gekoppelt und damit sehr untypisch ist. Interessant zum Sehen sind sie aber allemal.

Tim>Was du mit dem aufleuchten der Mouches Volantes meinst, ist mir im Buch nicht ganz klar geworden... Der einzige Vergleich für mich wäre die Sicht durch die Wimpern. Oder vielleicht das sich mehr Teile der Struktur zeigen, wenn man sie verfolgt. Denn erst zeigt sich ja manchmal nur ein Ausschnitt des Fadens, aber wenn er ausnahmsweise mal was länger bleibt kann man ihn mit den Augen weiter verfolgen und es wird mehr des Fadens sichtbar. Meinst du vielleicht das?

Ich meine das, und noch mehr: Das Aufleuchten ist tatsächlich das Sichtbarmachen von weiteren Leuchtstrukturteilen (Punkte und Fäden). Längere Konzentration auf die MV bewirkt jedoch auch, dass die Kugeln und Fäden schärfer werden, kleiner erscheinen und dabei regelrecht aufleuchten. Ganz ähnlich, wie wenn du sie durch die Wimpern sehen würdest, nur dass du sie hier eben mit normal offenen Augen siehst. Für die Seher ist dies ein Gradmesser deiner Konzentrationsfähigkeit.

Tim>Okay, das war es dann erst mal von mir. Irgendwie hab ich zwar das Gefühl das, ich noch ne ganze menge vergessen hab, aber ich glaub das hier ist für den Anfang erst mal genug. Ich kann ja dann später noch weiter fragen

Klar, kannst du. Die Antworten lassen jeweils etwas auf sich warten, wie du erfahren musstest, aber sie kommen.

Floco
#3 Re: Ein neuer Nicht-Seher erzählt von seinem Sehen :) von Tim 19.02.2010 15:42

Floco>Die Frage nach dem bewussteren Leben ist bestimmt die Schlüsselfrage. Vielleicht solltest du dich zunächst fragen, was du von einem "bewussteren Leben" und von deinem Leben überhaupt erwartest. Du bist jung, vieles ist offen bei dir - bestimmt fallen dir mehrere Dinge ein.

Tja, gute Frage. Was erwarte ich? Da hast du mich schon gut getroffen. Genau darüber bin ich mir noch nicht so ganz im klaren. Schon gar nicht im Bezug auf das „bewusstere Leben“. Viellicht ist es gerade das wonach ich suche? Was hab ich zu erwarten und lohnt sich das beobachten der Mouches Volantes? Deswegen bin ich ja mal hier her gekommen und hab das Buch gelesen....

Floco>"Bewussteres Leben" kann vieles bedeuten, und dafür üben kannst du auf verschiedenen Ebenen. Vielleicht wirst du ein Hochschulstudium machen, auch dies ist eine Möglichkeit für ein bewussteres Leben, und zwar auf intellektueller Ebene. Die Ernährung ist ein weiteres Beispiel: Nach meiner Meinung sollte die Nahrung möglichst nach ethischen, ökologischen und bewusstseinsspezifischen Kriterien ausgewählt werden. Das ist nicht immer einfach, manchmal fehlen Informationen, manchmal auch die Motivation. Mach dir auch keinen Wahn draus: Es ist schon klar, dass es in unseren Läden nichts zu kaufen gibt, das zu 100% natürlich, biologisch, ethisch, ökologisch wäre. Ich halte es für mich so: je vegetarischer, natürlicher und unverarbeiteter, desto besser.

Oh ja, Ernährung. Vegetarisch und unverarbeitet. Ich denke das ist der schwierigste Teil der Bewusstseinserweiterung

Floco>Freut mich, dass du damit übst. Interpretationen gibts dazu natürlich verschiedene, aber wichtig ist die Beobachtung: Versuche, sie auf eine meditative Weise zu beobachten, d.h. beobachte, wie sie sich verändern, wie deine Augen sich dabei bewegen, ob, und wie dein Gemüt sich dabei verändert etc.

Ah ha. Gut zu wissen. Auf die Beobachtung der Nachbilder hab ich mich jetzt gar nicht mehr konzentriert. Ich dachte die Beobachtung der Mouches Volantes sei so zu sagen die Fortsetzung der Nachbilder? Dann hab ich das falsch verstanden. Ich dachte die Beobachtung der Nachbilder sei ab dem sehen der Mouches Volantes eher unwichtig.

Floco>Nestor hat mich zwar nie zur Beobachtung dieser Sternchen angehalten, hat sie aber in sein Weltbild integriert und mit den MV in Beziehung gesetzt.
Floco>Sternchen sind, wie andere entoptische Phänomene, ein Phänomen der inneren Leinwand, d.h. innerer (geistiger?) Abläufe. Du löst dabei den Blick von der materiellen Welt und richtest dich nach innen. Von daher ist die Aufmerksamkeit auf Sternchen sicher zu empfehlen. Die Seher üben allerdings kaum damit, da sie schwieriger "festzuhalten" sind als die MV.

Okay, das stimmt. Es ist um einiges schwerer diese Genauer zu beobachten. Aber ich finde das macht sie gerade so interessant. Ich werde mir diese bei Gelegenheit noch mal genauer anschauen, aber meine Konzentration schwerpunktmäßig bei den Mouches Volantes lassen.

Floco>Auch hier: Super, deine Beobachtung! Ich kenne diese Riesenkugeln, man kann sie z.B. auch im Glanz eines Stück Metalls oder einer Kugelschreiberspitze sehen, die man sich sehr nahe ans Auge hält. Die Seher messen diesen Dingern jedoch kaum Bedeutung zu, weil sie sich nur unter sehr "künstlichen" Umständen zeigen und sich zum Üben nicht eignen. Es ist auch möglich, dass es sich hier gar nicht um MV handelt, weil, wie du bemerkt hast, ihre Bewegung 1:1 an die Augenbewegung gekoppelt und damit sehr untypisch ist. Interessant zum Sehen sind sie aber allemal.

Hab ich mir schon gedacht das so was den Sehern nicht passt. Künstliche Erzeugung von Strukturen die klar ersichtlich sind und sich nicht wegbewegen. Das wäre wohl auch zu einfach.

Aber ich glaube schon das es sich hierbei um Mouches Volantes handelt. Das sie sich nicht eigenständig bewegen ist komisch, aber ihre Formen, also die Struktur und die Kugeln sehen zu 100% aus wie Mouches Volantes.

Ihrer Größe nach zu urteilen müssten sie doch ziemlich nah an unserem Sichtfeld dran sein?! Viellicht existiert dort keine Bewegung mehr? Außerdem ist es ja das Ziel die Strukturen festzuhalten und genauer zu beobachten und zum Aufleuchten zu bringen. Vielleicht ist dies einfach nur der Fall? Wir schaffen es in diesem Moment einfach die Strukturen relativ einfach und ohne große Anstrengung festzuhalten. Wir „vergrößern“ sie durch das sehen und unsere Konzentration darauf.
Okay, jetzt bin ich natürlich nicht so mit der Materie vertraut wie du, aber das wäre mal eine Vermutung von mir. Kann natürlich vollkommener Quatsch sein?!


Floco>Ich meine das, und noch mehr: Das Aufleuchten ist tatsächlich das Sichtbarmachen von weiteren Leuchtstrukturteilen (Punkte und Fäden). Längere Konzentration auf die MV bewirkt jedoch auch, dass die Kugeln und Fäden schärfer werden, kleiner erscheinen und dabei regelrecht aufleuchten. Ganz ähnlich, wie wenn du sie durch die Wimpern sehen würdest, nur dass du sie hier eben mit normal offenen Augen siehst. Für die Seher ist dies ein Gradmesser deiner Konzentrationsfähigkeit.

Darauf werde ich mich dann wohl zukünftig in meinem Beobachtungen konzentrieren.

Floco>Klar, kannst du. Die Antworten lassen jeweils etwas auf sich warten, wie du erfahren musstest, aber sie kommen.

Na ja, ging doch relativ zügig. Dafür das hier nix mehr los ist (schade, warum nicht mehr?)...

Auf jeden Fall mal danke für die Antworten Floco. Apropos Floco. Irgendwie hab ich die ganze zeit „Falco“ gelesen. Man bin ich blind. Da will ich Mouches Volantes beobachten und kann nicht mals richtig lesen.... peinlich so was …

Liebe Grüße

Tim
#4 Re[2]: Ein neuer Nicht-Seher erzählt von seinem Sehen :) von Floco 28.03.2010 20:13

Ciao Tim,

und noch einige Gedanken zu deinen Gedanken:


Tim>Ah ha. Gut zu wissen. Auf die Beobachtung der Nachbilder hab ich mich jetzt gar nicht mehr konzentriert. Ich dachte die Beobachtung der Mouches Volantes sei so zu sagen die Fortsetzung der Nachbilder? Dann hab ich das falsch verstanden. Ich dachte die Beobachtung der Nachbilder sei ab dem sehen der Mouches Volantes eher unwichtig.

Du kannst mit beiden üben, es ist beides eine konzentrative Meditation und trägt zur Bewusstseinsentwicklung bei. Wenn es jedoch um die Interpretation der Erscheinungen geht, messen die Seher den MV die wichtigere Rolle bei: Während sie die Nachbilder der noch nicht ganz so bewussten Traumwelt zuordnen, gehören die MV dem klareren Gedankenbewusstsein an - sozusagen die Gedanken in ihrer Ur- und Reinform ...


Tim>Hab ich mir schon gedacht das so was den Sehern nicht passt. Künstliche Erzeugung von Strukturen die klar ersichtlich sind und sich nicht wegbewegen. Das wäre wohl auch zu einfach.

Tim>Aber ich glaube schon das es sich hierbei um Mouches Volantes handelt. Das sie sich nicht eigenständig bewegen ist komisch, aber ihre Formen, also die Struktur und die Kugeln sehen zu 100% aus wie Mouches Volantes.

Tim>Ihrer Größe nach zu urteilen müssten sie doch ziemlich nah an unserem Sichtfeld dran sein?! Viellicht existiert dort keine Bewegung mehr? Außerdem ist es ja das Ziel die Strukturen festzuhalten und genauer zu beobachten und zum Aufleuchten zu bringen. Vielleicht ist dies einfach nur der Fall? Wir schaffen es in diesem Moment einfach die Strukturen relativ einfach und ohne große Anstrengung festzuhalten. Wir „vergrößern“ sie durch das sehen und unsere Konzentration darauf.
Tim>Okay, jetzt bin ich natürlich nicht so mit der Materie vertraut wie du, aber das wäre mal eine Vermutung von mir. Kann natürlich vollkommener Quatsch sein?!

Kritisch gegenüber einer Meinung zu sein und sich eigene Gedanken zu machen ist niemals vollkommener Quatsch! Ich finde deine Überlegungen anregend:

Aufgrund ihrer Grösse müssten sie tatsächlich sehr nahe in unserem Gesichtsfeld sein. Und ja, das Ziel ist es, die MV festzuhalten und zu beobachten.
Aus meiner Erfahrung weiss ich jedoch, dass die näheren MV sich normalerweise schnell bewegen und kaum festhalten lassen (ausser man befindet sich in einem intensiveren Bewusstseinszustand). Konzentrieren wir uns dagegen auf die kleineren Punkte weiter hinten, fliessen die weniger.
Diese Riesenkugeln verhalten sich also merkwürdig: Sie sind sehr nahe, fliessen aber kaum. Gleichzeitig können sie Riesensprünge machen, noch aus sich selbst heraus, sondern durch minimste Augenbewegungen.

Deshalb meine ich, dass das Verhalten dieser Kugeln nicht zum Rest der MV passt. Natürlich könnten wir jetzt das geistige Bild, das wir von den "normalen" MV haben, anpassen, damit auch die Riesenkugeln ihren Platz darin finden. Die Seher würden dies tun, wenn sie die Riesenkugeln als wichtig erachteten; bis jetzt haben sie dies jedoch nicht getan, weil diese sich eben nicht ohne Weiteres sehen lassen (z.B. braucht man bestimmte Gegenstände oder man schaut sie sich durch die Wimpern an - alles Handlungen, die der Meditation nicht eben förderlich sind ...).

Doch niemand verbietet dir, diese Kugeln weiterhin zu beobachten und Erkenntnisse darüber zu sammeln - vielleicht kannst du darin irgendwann sogar einen spirituellen Sinn erkennen. Wenn du deine Erfahrungen diesbezüglich mit uns teilen möchtest, sind wir immer offen dafür!


Tim>Auf jeden Fall mal danke für die Antworten Floco. Apropos Floco. Irgendwie hab ich die ganze zeit „Falco“ gelesen. Man bin ich blind. Da will ich Mouches Volantes beobachten und kann nicht mals richtig lesen.... peinlich so was …

Naja, ein grosser Dichter aus deinem Lande meinte mal: "Namen sind Schall und Rauch." Recht hat er!
Derselbe hat übrigens auch mal über die MV gedichtet, siehe hier:
http://www.mouches-volantes.com/news/newsfebruar2006.htm#5

Floco
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